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Selstausgebaute Wohnmobile

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Frankreich 2002

Tja, das ist er jetzt, unser Reisebericht fast live vor Ort!
Losgefahren sind wir am Samstag Morgen um 9:00 h, und sind bei schönem, aber kaltem  Wetter bis Baden Baden gekommen. Die Fahrt war extrem Stress frei, weil so gut wie keine LKWs unterwegs waren, also so um die 80 rumtockern.Heike und Paula
Und dann endlich wieder “zu Hause” in Fronkreisch. Das Wetter  wurde immer besser, aber kalt war’s immer noch. Der Frühling ist je weiter wir uns nach Süden vorgearbeitet hatten weiter fortgeschritten. Endlich mal etwas Grünes an den Bäumen! Hinter Lyon dann wie immer das mediterrane Klima, alles in Blüte, die Kirsch und Pfirsichbäume und was da sonst so noch blühen kann. Und dann natürlich Mistral, ich schätze so um die 7-8 Windstärken (zum Glück Rückenwind *grins*). Als es dunkel wurde haben wir uns auf einen Rastplatz bei Montelimar verdrückt, und haben trotz des AKW’s dort prächtig gepennt. Nachts hatten wir 3 Grad.
Heute Morgen sind wir die zweite Ausfahrt runter und erst mal in einen Supermarkt  eingekehrt, etwas zum Fuddern kaufen. Das übliche, wie Wabbelbrot, Weizenkörner, Mergelwürste (Merguez *legga*), Cous Cous usw.


Pont Du Gard

Wir hatten uns so gedacht das wir am Pont du Gard übernachten, aber Pustekuchen, die Jungens haben alles modernisiert und mit Nachts parken ist nichts mehr. Aber es war mal wieder schön die römische Wasserleitung bei immer noch heftigem Mistral, aber 16 Grad, zu bewundern. Also Abends wieder los und so haben wir in der Nähe von Ales  einen netten Platz gefunden

Pont Du Gard

Pont Du Gard

Pont Du Gard


La Vieille Valette

La Vieille Valette, Cevennen

Hierher sind wir nur gekommen, weil wir unbedingt die Cevennen einmal wiedersehen wollten, zum Anderen arbeitet Angus, ein guter Freund, den Heike in Spanien kennen gelernt hat, als Chef de Quisine hier.
Wir sind also in La Valette angekommen und haben auch auf anhieb einen tollen Parkplatz gefunden. Heike hat erst mal eine Frau angehauen und gefragt wo es nach Vielle (alt) Valette geht. Volltreffer, vom Parkplatz geht der Weg direkt hinauf, eine abenteuerliche Strecke (Fotos folgen). Wir also erst mal zu Fuß da rauf. Auf halber Höhe ist ein toller Parkplatz, auf dem wir jetzt stehen.
Vieille  Valette ist ein ehemals verlassenes Bergdorf, das von einer Hand voll jungen Leuten wieder aufgebaut wird.

La Vieille Valette, Cevennen

La Vieille Valette, Cevennen

La Vieille Valette, Cevennen

La Vieille Valette, Cevennen

La Vieille Valette, Cevennen

La Vieille Valette, Cevennen

La Vieille Valette, Cevennen

La Vieille Valette, Cevennen


Allein
Nur Natur ringsum
keine Gedanken an Technik und Arbeit
den Geräuschen des Berges lauschen
die Sonne auf meiner Haut genießen
wandern auf uralten Pfaden
angelegt vor Generationen
in Generationen
wie viel Schweiß
wie viel Blut
ist hier geflossen
vergessen
fast
die Natur verdeckt immer mehr
jahrein, jahraus
irgendwann
in Generationen
ist alles vergessen
überwuchert
nur die Erzählungen
der Alten erinnern
werden weniger
von Generation
zu Generation
bis auch sie verschwunden
überwuchert von der Zeit
was bleibt
ist vielleicht
eine Legende.

La Valette, Cevennen

La Valette, Cevennen

La Valette, Cevennen

La Valette, Cevennen


In mich gehen!
Kann ich es noch?
Fühlen was ich sonst nicht fühle:
Die Sonne
die mich wärmt
der harte Stein
auf dem ich sitze
die Stille
die in meinen Ohren dröhnt
der Blick
der hier ein Anderer ist
Zeitlos
scheint alles
ich versuche die Stille
in mich aufzusaugen
die Hektik, den Stress
abzuwerfen
ich beginne neu zu leben
warum tun die Menschen sich so etwas an?
Warum muss ich meine
Wurzeln suchen?
Warum nicht mit Ihnen
leben?

La Valette, Cevennen

La Valette, Cevennen

La Valette, Cevennen

La Valette, Cevennen


Abschied

Der Tag ist jetzt gekommen
wir müssen Aschied nehmen
die Stille,
die Farben
all diese Eindrücke
Tränen in den Augen
Cevennen,
wir sehen uns wieder!


Les Ste’s Maries de la Mer

Viele Jahre ist es her, seit dem wir Dich gesehen. Voller Erwartung rollen wir in den Ort, trübe Wolken, starker Wind, Ödnis, die eine Seite der  Camargue. Doch am nächsten Tag am Strand liegen, die Sonne genießen und alte Freunde treffen. Den Rotwein genießen, frisches Baguette und Camembert. Es ist wie vor 15 Jahren.
Die Pferde, die Torros,  die Flamingos, die Moskitos und die brennende Müllkippe, fast nichts hat sich  geändert. Ein aufstrebender Badeort, der wie vor 15 Jahren versucht ein Nobelort zu werden. Es wird ihm nicht gelingen!

Les Stes Maries de la Mer

Les Stes Maries de la Mer

Les Stes Maries de la Mer

Les Stes Maries de la Mer

Les Stes Maries de la Mer

Les Stes Maries de la Mer


Noch einmal kurz in die Cevennen

Der Entschluß kam nicht überraschend, entweder Spanien oder die Bretagne.
Wir haben uns für unsere zweite Heimat, die Bretagne entschieden. Nach Spanien lieber mal im Dezember oder Januar.
Wir wollen noch einen kurzen Abstecher nach Aigues Mortes machen, dann über Montpellier quer durch Frankreich rund 1000 km in den Westen.
Hier einige Impressionen aus Aigues Mortes:

Aigues Mortes

Aigues Mortes

Aigues Mortes

Aigues Mortes

Nach einem schönen Spaziergang ging es dann weiter Richtung Montpellier. Langsam schraubt sich die Autobahn, sehr langsam, vorbei am Lac Du Salagou, hinauf auf die Causse du Larzac. Es ist die atemberaubendste Autobahn die ich kenne. Am Rande des Tales kriechen wir mit 30 km/h immer höher. Es ist herrlich so langsam zu sein, die Ausblicke sind einmalig und unvergesslich! Dann auf rund 1000 m sind wir auf dem legendären Causse Larzac, eine öde Hochebene, nur  Felsen und spärliches Gras. Am vorläufigen Ende der Autobahn geht es hinunter in das Tal der Tarn nach Millau. Wir sind von der herrlichen Stadt so angetan das wir  fast hier geblieben wären. Hierher werden wir sicher noch einmal kommen. Und wieder schraubt sich die Straße auf knapp über 1000m in die Causse de Sévérac  und immer wieder rauf und runter. Wir schätzen die Durchschnittsgeschwindigkeit von Montpellier bis Clermont Ferrand auf höchstens 50 km/h trotz überwiegend  Autobahn. Am nächsten späten Nachmittag kommen wir auf Quiberon in der Bretagne an. Es war eine einmalig schöne Fahrt!


Carnac

Über 3000 Hinkelsteine, Obelix würde vor Verzücken Luftsprünge vollbringen und bei dem Anblick sicher einen ganzen Topf Zaubertrank ausschlürfen  wollen. Aber hier ist ja auch seine Heimat und vielleicht hat er ja auch die großen Lücken in den Megalithfeldern hinterlassen, aber das ist schon vor langer Zeit geschehen und nur die Steine selber  könnten uns die ganze Geschichte erzählen. Nichts weiter möchte ich zu den Steinen sagen. Wer es nachlesen möchte, bitte, nur muß man seine eigene Meinung bilden und die Forscher nicht so ernst nehmen!

Alignements Carnac

Alignements Carnac

Alignements Carnac

Alignements Carnac

Alignements Carnac

Alignements Carnac

Brunnen in Carnac

Alignements Carnac


Carnac Plage

Der Gegensatz zu Carnac ist Carnac Plage, schon fast ein Ort für sich. Hier tobt das Badeleben und fühlt sich in die Cote d’Azur versetzt. Alte,  wunderschöne Häuser, neben solchen aus den 70’ern, die man am liebsten wieder abreißen möchte. Viele Straßencafés und nette Läden. Im Sommer tanzt hier der Bär, jetzt im Frühjahr kann man noch mit dem  Hund an den Strand und es ist hier richtig schön.

Haus in Carnac Plage

Der Strand von Carnac Plage

Mauer in Carnac Plage

Verwehte Bäume in Carnac Plage


Huelgoat

Huelgoat. Der Name ist bretonisch und bedeutet Hochwald. Es ist ein Zauberwald wie er im Buche steht. Der Silberfluß schlängelt, oder tost, je nach Jahreszeit, zwischen riesigen Felsblöcken seit tausenden von Jahren hindurch. Hier sollen Riesen einst mit den Steinen umhergeworfen haben, das ist aber schon lange her und kein Mensch kann mehr  davon berichten. Auch soll Dahud, die Tochter des Königs der versunkenen Stadt Ys hier ihre vielen Geliebten in eine tiefe Felsspalte geworfen haben.


Huelgoat, Zauberwald
Abseits noch gibt es Wege
ohne Menschen
nur die Natur und wir
der Natur lauschen
den Vögeln, dem Wasser und dem Wind
Die Frühjahssonne genießen
das Erwachen der Natur
aus dem Winterschlaf
Die Energie des uralten Waldes spüren
an nichts denken
nur lauschen
in uns gehen.
Auf Wegen die so alt sind wie die Natur.
Eins werden
mit dem
Wald, den Felsen und dem Wasser des Flusses
Wald der Träume
Wald der Legenden
Wald der Mystik.

Felsen

Wackelfelsen

Silberfluß Rivière d'Argente

Brücke am Rivière d'Argente

Birkenblätter

Junger Farn

Silberfluß Rivière d'Argente

Silberfluß Rivière d'Argente

Silberfluß Rivière d'Argente

Silberfluß Rivière d'Argente

Blick zwischen den Felsen von Huelgoat

Die Teufelsgrotte

Huelgoat

Huelgoat


Die Silberminen von Huelgoat

Silbefluß? Ein Name aus den uralten Legenden? Nein! Er trägt den Namen, da hier vor bis zu 100 Jahren Silber und Blei abgebaut wurden. Es ist  erstaunlich was die Menschen vollbracht haben. Zwei kilometerlange Kanäle mitten durch den Wald, die dazu benötigt wurden um Wasser für den Abbau zu gewinnen. So wie wir es verstanden haben wurde damit  eine große Monsterpumpe angetrieben um das Wasser tief unten aus den Schächten zu fördern und das geborgene Material zu waschen. Für unser Verständnis wurde hier etwas Menschenunmögliches vollbracht!
Welche Qualen mögen die Arbeiter, auch die Kinder hier erlitten haben!

Der Eingang zu Silbermine

Der Eingang zu Silbermine


Les Mont’s d’Arrée

Auf den Gipfeln der Bretagne
Sturmumtoste Weiten
uns zu Füßen Yeun Elez das Höllenmoor.
Für die alten Bretonen der Eingang zur Hölle.
Viel ist nicht geblieben, nur ein großer See, der angelegt wurde um das Atomkraftwerk in Brennilis zu kühlen. Das erste AKW Frankreichs ist jetzt außer Betrieb.

Roc de Trevecel

Laster am Roc de Trevezel

Roc de Trevecel

Ausblick auf Yeunn Elez

Die Kabelle St-Michel-de-Brasparts

Auf dem Roc de Trevezel

Die Cevennen

Vergessenes Gebirge im Süden Frankreichs, grandiose Schluchten, weite Hochebenen, verlassene Dörfer, Landflucht und Arbeitsolsigkeit. So präsentieren sich einem die Cevennen, südlicher Teil des Massif Central. Wenn man Abstand vom Stadtleben, von Trubel und Autolärm sucht ist man hier genau richtig. Hier findet man verlassene uralte Bergdörfer, verwaiste Oliven und Kastanienhaine, tiefe Schluchten, sie sind wie ein Traum!

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